Die Kluge


Kurzinfo
Zur Entstehung der Oper "Die Kluge"
Die Geschichte von dem König und der klugen Frau
Mitwirkende
Aufführungsort
Meldungen in der Presse

Kurzinfo
Eine Oper in zwölf Szenen
von Carl Orff
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Zur Entstehung der Oper "Die Kluge"
Carl Orff hat für sein Stück "Die Kluge" nicht nur die Musik komponiert, sondern auch den Text selbst nach alten Quellen zusammengestellt. Das Ausgangsthema fand Orff in dem wltweit verbreiteten Märchen von der "klugen Bauerstochter", von dem es nicht nur die bekannte Fassung der Gebrüder Grimm gibt. Mit dem Märchen allein war der Komponist noch nicht zufrieden. Er suchte nach szenischen Aktionen und neu in die Handlung eingreifenden Figuren. Der Zufall spielte Orff ein altes Büchlein in die Hände: "Die deutschen Sprichwörter..., Frankfurt a.M. 1846". Hier fand Orff das, was ihm noch fehlte: bildhafte, drastisch-derbe Sprüche regten ihn an, die in das Spiel eingreifenden Figuren zu zeichnen: ein Trio von Strolchen, liederlich-listigen Vagabunden, die der Handlung den letzten Pfiff geben sollten.
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Die Geschichte von dem König und der klugen Frau
Ein Bauer findet auf seinem Acker einen goldenen Mörser, den er sogleich dem König bringen will "'s ist doch sein Land"! Seine kluge Tochter warnt ihn davor: "geh nicht zum König, sei kein Narr, er glaubt nicht, was du erzählst, er nimmt den Mörser, wie er ist, und wird nur nach dem Stößel fragen und sagt, du seist ein Dieb, du hättest ihn gestohlen; dann wirft er dich in seinen Turm!"
1. Szene: Der Bauer jammert im Gefängnis "oh, hät' ich meiner Tochter nur geglaubt!" Der König hört dies, vom Bauern erfährt er den Grund seines Lamentos und befiehlt, die kluge Tochter augenblicklich herbeizuschaffen. Zeitkritik des 1942 uraufgeführten Werkes: "denn wer viel hat, hat auch die Macht, und wer die Macht hat, hat das Recht, und wer das Recht hat, beugt es auch, denn über allem herrscht Gewalt."
2. Szene: C. Orff fügt die drei Strolche ein, die den Märchenstoff der Gebrüder Grimm erweitern. Sie haben nur 'Unsinn im Sinn', verkünden aber immer wieder im Narrengewande deutliche Zeitkritik.
3. Szene: Der König stellt der Klugen voll Überheblichkeit die Frage, ob sie bereit sei, durch drei Rätselfragen den Vater zu erlösen. Sie antwortet: "Nenn' mir die Rätsel, König, deine Rätsel will ich raten." Als sie wirklich alle drei in steigender Erregung gestellte Rätsel des Königs beantwortet, nimmt der König sie zur Frau.
4. Szene: Ein Mann mit einem Maulesel verbündet sich mit den drei Strolchen, um mit Hilfe eines Rüpelspiels vor dem König, einem Mann mit einer Eselin, die letzte Nacht im Stall ein Eselsfüllen zur Welt gebracht hat, dieses abzugaunern.
5. Szene: Alle erscheinen vor dem König, der aber durch seine neue Frau abgelenkt ist und das von den Strolchen erwatete Fehlurteil fällt: "Bei dem dummen Vieh gelegen, dem seis zu eigen, meinetwegen!"
6. Szene: Der Eselmann beklagt sein Geschick, da tritt die Kluge auf und rät ihm, sich auf den Marktplatz zu setzen und zu fischen.
7. Szene: Die Strolche feiern ihren Sieg, im Suff stellen sie fest, daß in diesem Land nun alle Tugenden verloren gegangen sind ("Tyrannis führt das Zepter!").
8. Szene: Auf dem Heimweg treffen die Strolche auf den fischenden Eselmann und werden Zeuge, wie auch der König fragt, was er da mache. Der Eselmann erklärt, daß in dieser verkehrten Welt, wo Maulesel Junge bekommen, er sicher schon irgendein Vieh erwischen wird; der König erkennt in den Worten des Tölpels den klugen Hintersinn seiner Frau. Wutschnaubend läßt er ihn in den Turm werfen.
9. Szene: Voller Wut herrscht er auch seine Frau an. Er verstößt sie und gestattet ihr, das in der Truhe mitzunehmen, woran ihr Herz am meisten hängt. Sie bereitet ihm ganz überlegen und ruhig das Mahl, mischt ihm jedoch heimlich Schlafmohn in den Wein, dann singt sie ihm ein Schlummerlied.
10. Szene: Die Strolche reflektieren das Geschehen auf ihre Art.
11. Szene: Der Kerkermeister läßt den Eselmann frei, das Füllen und einen Batzen Geld erhält er noch dazu.
12. Szene: Der König erwacht in seiner Truhe und erkennt, daß die Kluge ihn wieder besiegt hat.
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Mitwirkende
Wenn Mitwirkende hier genannt werden möchten, können sie mich gern kontaktieren.
Der Bauer (Baß)
Der König (Bariton)
Die Kluge (Sopran)
Der Kerkermeister (Bariton)
1. Strolch (Tenor)
2. Strolch (Bariton)
3. Strolch (Baß)
Mauleselmann (Bariton)
Eselmann (Tenor)
Das 'Junge Sinfonie-Orchester Spandau e.V.'
Bühnenbild
Beleuchtung
TonCarsten Deeg, ...
Requisite/Kostüme
ProgrammAndreas Zander
GesamtleitungOtto Ruthenberg
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Aufführungsort
Freiherr vom Stein Oberschule (Gymnasium)
Galenstraße 40-44
13597 Berlin (Spandau)
Do. 14.03.1996
Fr. 15.03.1996
Sa. 16.03.1996
So. 17.03.1996
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Presse
Berliner Zeitung
14. März 1996 Infothek
16. März 1996 Musikalische Leckerbissen für Orff-Fans

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Letzte Aktualisierung: 18.01.2011
© Carsten Deeg